Vici Hohmann

heuer an dich

heuer an dich, eine unfuge in zes-(d-)ur

 

ich bin doch kein terrormädchen

ich bin doch kein terrorgretchen

in meinem kern fühl ich mich pudelwohl –

auch ohne alkohol im blutbad.

 

ich hab dich im visier, ritterhauptmann.

ich werde eine ode auf dich dichten,

so dicht wie schamwaldbaumgruppentherapie.

 

 

du reifst mit mir im alpenglühen,

wir wollen an uns halten –

die liebe, die uns aufgehalst ein ewig mal verwalten.

oh keil, oh schrift, oh schreckgespenster

im küchendunst des hinterfensters liegt

glut schon auf der vortrepp ab und

ich bekomme blumenköhler –

 

geheuchelte unsterblichkeit wir wollen deiner gereul entfliehen

und südlich hemisphärisch wandern

zu jenem anderen gestaune – gestade wohl oh lebe auf!

wir deutelten – verdenks mir heuer – einmalig – unser selbst.

besteuer nicht aufs geratewohl –  so wohlig taub das ungeahnte

weil raubtierglanz dein licht verzerrt.

so erblich ist der chrecken meist.

verdunkel dich in tiefe träume und

lebe auf auf heuer treue –

zu dir zu dir selbst zieh zu dir.

 

begegnet auf felshartgewanden, ließ kühl umantelt dich bloß frieren

und flüchtige martini-kirschen erwiesen sich als denkbar trübe.

entzieh dir nicht die kragenweite des dichters haar wuchs mittels freiheit.

ergieße sie in zügellose kanäle fluten eruptionen.

fernseh fernweh nicht windig länger und unverlautbar spröde lippselnd.

belohne nicht lohn-lohnenswertes

sei auf und richtig wer du bist.

 

heuer, heuer, heuer

sei nichts

nur ich bin mir

du bist dir teuer.

 

heuer, heuer, heuer

ist nichts

nur du bist mir

ich bin dir teuer.